Vom Zimmermann zum Holzhaus-Experten
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf bei Köln. Heute lebe ich dort mit meiner Familie – und begleite seit 16 Jahren Familien in ihr Massivholzhaus. Dazwischen liegt ein Weg, der mir etwas Seltenes mitgegeben hat: Ich habe ein Haus von allen drei Seiten gelernt.
Drei Perspektiven auf ein Haus
Nach der Schule direkt aufs Dach
Schon mit 13, 14 lief ich nach der Schule direkt zum Dachdecker ins Nachbardorf und half mit. Das brachte gutes Geld für einen Schüler – vor allem aber die Erfahrung, die mich nie wieder losgelassen hat: mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen.
Ausbildung zum Zimmermann
Mit 16 führte mich ein glücklicher Zufall über ein Praktikum in eine Zimmerei – und zum schönsten Ausbildungsberuf, den es für mich gibt: Zimmermann. Nicht umsonst heißt es, der Zimmermann sei der König auf dem Bau, denn er errichtet das Dach des Hauses. Und schon Jesus war Zimmermann – bessere Referenzen kann ein Handwerk nicht haben. Danach arbeitete ich zwei Jahre als Geselle.
„Komm im Frühjahr wieder“
Nach der Bundeswehr sagte mein damaliger Chef im Winter: „Es gibt gerade keine Arbeit – komm im Frühjahr wieder.“ In dem Moment war mir klar: Ich will nie wieder vom Wetter abhängig sein. Ich wollte tiefer verstehen, wie Bauen funktioniert.
Hochbautechniker in Köln
Also drückte ich noch einmal die Schulbank: Statik, Bauphysik, Konstruktion. Seitdem kann ich nicht nur bauen, sondern auch erklären, warum etwas so gebaut wird – und was ein wirklich gutes Haus ausmacht.
Immobilienkaufmann & Diplom-Immobilienwirt (DIA)
Technik allein reicht nicht, wenn es um die größte Investition deines Lebens geht. Ich machte die Ausbildung zum Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft in einer großen Kölner Immobilienverwaltung – wir betreuten Großobjekte, unter anderem die Kölnarena. Nach dem Abschluss der Ausbildung studierte ich nebenberuflich Immobilienwirtschaft an der Deutschen Immobilienakademie (DIA) in Freiburg – mit dem Abschluss Diplom-Immobilienwirt (DIA). Und ich lernte dort etwas fürs Leben: Gute Arbeit ist eine Frage der Organisation – wie man sie anfängt und wie man sie sauber beendet. Das Prinzip kannte ich schon vom Dach: Wer hochsteigt, überlegt vorher, was er mitnimmt.
16 Jahre Fachberater für Massivholzhäuser
Seit 16 Jahren berate ich Familien auf dem Weg in ihr Massivholzhaus – über 160 Häuser habe ich begleitet. Was mir dabei am meisten Freude macht: das Planen mit den Kunden. Vom ersten Strich auf einem Blatt Papier bis zum fertigen Haus.
Übrigens: Wie ich zum Holzhaus-Vertrieb kam
Ralf Stommel kenne ich seit Jugendtagen – er war es übrigens auch, der mir nach dem „Komm im Frühjahr wieder“-Winter riet: „Mach doch den Techniker.“ Jahre später, 2009, saßen wir abends bei einem Glas Wein zusammen. Ich sagte: „Ich habe keine Lust mehr auf Verwaltung.“ Er sagte: „Und ich suche noch einen, der für mich Häuser verkauft.“ – „Komm, mach ich.“ So wurde aus einer Flasche Wein der Beruf, den ich seit 16 Jahren jeden Tag gern mache. (Gut, es waren vielleicht zwei Flaschen – aber das ist ja egal.)
„Und wohnst du selbst in einem Holzhaus?“
Ja – und was für einem. Ich wohne in der Hermerather Mühle: einer alten Wassermühle am Werschbach, die seit Generationen unserer Familie gehört. Mein Opa hat hier noch Korn gemahlen – bis in die frühen Sechziger drehte sich das Mühlrad. Danach führte meine Oma hier ihre Gaststätte, die in der Gegend legendär war.
Ich habe das alte Fachwerkhaus geerbt und durfte es als Zimmermann selbst umbauen – für mich eine Herzensangelegenheit. Heute ist die Mühle das Zuhause meiner Familie, und aus der alten Gaststube ist eine Wohnung geworden, in der meine Eltern leben.
Wie es sich im Holz lebt, weiß ich also nicht nur aus der Beratung – ich wache jeden Morgen darin auf.
Wenn ich nicht über Häuser spreche …
… bin ich mit meiner Frau und unseren drei Kindern unterwegs, am liebsten draußen beim Wandern – oder bei einem Spaziergang zu zweit, einfach die Ruhe genießen (mit einem Augenzwinkern: auch mal ganz ohne Kinder). Ich laufe ein bis zwei Marathons im Jahr, und mein Herz schlägt für den 1. FC Köln.
Draußen zu Hause
Wandern und Spazieren mit der Familie – am liebsten dort, wo es nach Wald riecht.
Langer Atem
1–2 Marathons pro Jahr. Wer 42 Kilometer durchhält, bleibt auch bei deinem Bauprojekt dran.
Weit gereist
Vor den Kindern viel von der Welt gesehen – bis ins Hochgebirge, ans Basislager des Mount Everest.
Viel-Leser
Ich lese sehr gern und viel – wer ständig lernt, berät besser. Das gilt für Bücher wie für Baustellen.
Genießer
Gutes Essen kann ich beides: kochen und genießen. Gern auch auswärts – Inspiration gibt's überall.
Effzeh-Fan
Beim 1. FC Köln lernt man Geduld, Treue und dass sich Durchhalten am Ende lohnt.
Lern mich am besten persönlich kennen
Im Podcast hörst du, wie ich arbeite und denke. Oder wir sprechen direkt über dein Projekt – unverbindlich und ehrlich.